wuerthlogo300dpi

Wenn die Eltern arbeiten müssen und die Kindergärten bzw. Schulen zu sind, zahlt der Werkzeughersteller Kinderbetreuung am Firmengelände.

Der Vertrauensrat der Firma Würth in Böheimkirchen hat gemeinsam mit der Personalentwicklung eine Lösung für Mitarbeiter gefunden, die sich nicht immer frei nehmen können, wenn die Kindergärten oder Schulen zu haben: An bestimmten Tagen im Jahr können die Kinder in die Firma mitkommen und verbringen dort mit professionellen Betreuern den Tag.

„Eigentlich haben wir einen Betriebskindergarten angedacht, aber dafür fehlt uns die kritische Größe – auch weil viele Mitarbeiter aus dem Ort kommen,“ erläutert Josef Holzweber, Leiter der Personalentwicklung. Stattdessen werden an schulfreien Tagen, die keine Feiertage sind, Konferenzräume des Unternehmens zu Kinderspielstätten.

Die Betreuer, einer pro ca. 11 Kindern, kommen von der Firma „Lerntiger“. Sie bringen Material und ein Motto mit wie etwa Kräuter, Familie oder - am 8. Dezember – Weihnachten. 

„Es gibt keine Obergrenze, wie viele Kinder wir betreuen lassen können, wir haben große Konferenzräume,“ sagt Holzweber. Bei einer zu großen Kinderzahl wird ein weiterer Betreuer gebucht. „Das Projekt hält sich vom Kosten her sehr im Rahmen und ist dadurch finanziell gesichert.“ Für nächstes Jahr werden in Rücksprache mit den Eltern die Betreuungstage festgelegt, wie etwa die Dienstage nach Ostern und Pfingsten, die Freitage nach den Juni-Feiertagen oder auch der 15. November, der in Niederösterreich schulfrei ist.

„Den haben wir doch tatsächlich in unserer Planung für 2016 zunächst vergessen,“ gibt Holzweber offen zu. Aber er betont, die Evaluierung des ersten Projektjahres wird zusammen mit den betroffenen Mitarbeitern erfolgen. „Von diesem Feedback wird abhängen, ob wir den Altersrahmen von vier bis zwölf Jahren nach oben ausweiten,“ so Holzweber. Angedacht wird auch ein Betreuungsangebot während der Schulferien.