majerspslogosweb

Die Mitarbeiter des Gebäudereinigungsbetriebs Hans Majer in Wolfurt haben sich dafür eingesetzt, dass eine frei gewordene Stelle im Büro mit einer nach Hirnoperationen schwer behinderten Frau besetzt wird. Geschäftsführer Hans Majer hat dem gerne zugestimmt und weitere Programme zur Eingliederung von Menschen mit gesellschaftlichen Benachteiligungen als vollwertige Mitarbeiter geschaffen.

„Wir bekennen uns zur ökosozialen Marktwirtschaft und damit zum wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitern,“ sagt Majer. Schon seit Jahren wurden im Unternehmen immer wieder, zum Beispiel Hörbehinderte angestellt, die ihre Anweisungen zu Reinigungsaufträgen per SMS oder E-Mail erhalten.

Seit 2014 wurden das Projekt systematisiert und wird weitergeführt. „Es geht uns nie darum, behindertengerechte Arbeitsplätze zu schaffen, oder eine Gefälligkeitsanstellung, sondern vollwertige Anstellungen oder Ausbildungsplätze“, betont Majer.

Einem Lehrling mit Lernschwächen wurde eine verlängerte Lehre zum Reinigungstechniker ermöglicht. „Durch Betreuung hat er es dann aber doch in der normalen Zeit geschafft,“ berichtete Majer stolz. Individuelle Betreuung sei insgesamt bei Mitarbeitern mit Beeinträchtigungen sehr wichtig. „Für die Bürokraft haben das die anderen Damen im Büro gerne übernommen und jetzt kann die betroffene Dame sogar einfache EDV-Aufgaben durchführen,“ so Majer. Die Betreuung erfolgt auch in Zusammenarbeit mit Vereinen wie „dafür“ oder dem Förderverein FAB.

Ein weiterer Projektteil war die Wiedereingliederung eines Erwachsenen, der die Lehre als Jugendlicher abgebrochen hatte und diese jetzt nachgeholt hat. Darüber hinaus ist ein junger Asylant seit ein paar Monaten „erfolgreich im Unternehmen beschäftigt“.

Die Förderungen, die durch die Anstellung von Menschen mit Benachteiligungen erlangt werden, werden innerhalb des Sozialbudgets in der Firma für andere interne oder externe Hilfsprojekte genutzt.