FondsSozialesWien

Der Fonds Soziales Wien hat eine Stelle geschaffen, als Anlaufstelle bei persönlichen Problemen oder solche im Arbeitsumfeld.

Gerade im Sozialbereich ist die Belastung für Mitarbeiter besonders hoch. Seit Ende 2014 hat der Fonds Soziales Wien (FSW) im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement für seine derzeit 1600 Mitarbeiter das sogenannte „individuelle Fallmanagement verankert“.

Natalie Wielach wurde als Ansprechperson eingesetzt, für Mitarbeiter mit persönlichen Problemen oder wenn es Konflikte mit Vorgesetzten oder Kollegen gibt. Das Angebot wurde durch die Auswertung von Mitarbeiterbefragungen initiiert und wird darüber auch evaluiert. „Wir haben Bedarf gesehen und gemerkt, dass die Schleife über den Betriebsrat manchmal zu lang gedauert hat – wir wollten schneller erfahren, wenn es wo brennt,“ so Wielach.

Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde das Beratungsangebot dann an die Mitarbeiter kommuniziert. Es wurde auch eine eigene Homepage mit Kontaktaufnahmemöglichkeiten im Intranet eingerichtet.

Die Gespräche mit der ausgebildeten Psychotherapeutin Wielach sind vertraulich:  „Man sieht mich als eigenständige Institution und ich bespreche ganz genau, welche Informationen – z.B. wenn es um einen Team-Konflikt geht – nach außen gehen dürfen.“ Sie ist Vollzeit angestellt und für die Erstberatung und mögliche Mediation zuständig. Darüber hinaus hat sie ein Budget, aus dem sie externe Berater, Supervisoren oder z.B. Psychologen für Arbeitsbewältigungscoaching vermitteln kann. Dieses sei „großzügig kalkuliert“, so Wielach. Außerdem würden durch das individuelle Fallmanagement jetzt Ressourcen zielgerichteter eingesetzt. „Man muss das anbieten, was die Mitarbeiter wirklich wollen,“ sagt Wielach.

Wie alle Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement über das gesetzliche Minimum hinaus, wurde das individuelle Fallmanagement durch ein Gremium geschaffen. Dieses setzt sich aus Vertretern der Geschäftsführung, des Betriebsrats, der Töchterunternehmen und  der Unternehmenskommunikation zusammen. „Wir haben ‚Arbeitszufriedenheit’ als Unternehmensziel festgelegt,“ betont Wielach.