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Bei Sonnentor im Waldviertel können Eltern ihre Babies und Kinder in eine firmeneigene Betreuungsstätte bringen.

Offiziell darf eine betriebliche Betreuungseinrichtung, weil kein öffentlicher Träger oder ein Verein vorliegt, nicht „Kindergarten“ heißen. Aber eigentlich ist das Sonnenscheinchen-Projekt der Firma Sonnentor einer der ersten Betriebskindergärten im Waldviertel und darüber hinaus.

Die Öffnungszeiten sind an die Betriebszeiten angepasst. Man kann die Kinder also z.B. ab 7 Uhr hinbringen, wenn man selbst um 7.30 zu arbeiten beginnt und bis 17 Uhr in der Betreuung lassen - auch in den Ferienzeiten oder auch nur tageweise. „Es gibt nur eine Woche im Jahr, wo geschlossen ist, für Großreinigung und als Orientierungswoche für die Pädagogen“, erläutert Edith Gutmann, die das Projekt „Sonnenscheinchen“ leitet, selbst Pädagogin ist und auch Kinder in Betreuung hat.

Das Projekt läuft seit 1. April 2014. Es sind derzeit 13 Kinder zwischen ein und sechs Jahren, die von drei Pädagoginnen und einer Helferin betreut werden. „Bei so kleinen Kindern ist der Betreuungsschlüssel das Um und Auf,“ betont Gutmann.

Die Betreuung erfolgt in einem eigens vom Unternehmen errichteten Gebäude in Sichtweite des Firmengeländes und neben einem Bio-Gasthaus, das auch das Essen für die Kinder zubereitet. Eltern zahlen 50 Euro pro Monat, die Förderungen für das verpflichtende Kindergartenjahr werden angerechnet.

„Es ist ein vollwertig anerkannter Kindergarten und wir haben auch lange gesucht, um diplomierte Kindergärtnerinnen zu bekommen,“ so Gutmann. Die Betreuerinnen sind alle fix von Sonnentor angestellt.

Die Geschäftsführung sei sich bewusst, dass das Projekt „sich finanziell nicht unbedingt rechnet, aber auf der Werteseite“. Und auch durch Umweg-Rentabilitäten wie z.B. die frühere Rückkehr zur Arbeit nach Karenzzeiten.