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Die Lebenshilfe Salzburg will ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einer Auszeit geben und dabei gleichzeitig älteren Arbeitslosen helfen.

Drei langjährige Mitarbeiter der Lebenshilfe Salzburg haben sich dieses Jahr in eine dreimonatige Auszeit begeben. Einen Teil ihrer Arbeiten haben ältere Arbeitslose übernommen. Zwei davon wurden von der Lebenshilfe danach angestellt.

„Dem Dritten hat die Arbeit doch nicht zusagt,“ erläutert Bereichsleiter Gerhard Schebeck. Die Geschäftsführung hatte ihn vor ein paar Jahren damit beauftragt, Lösungen für altersgerechtes Arbeiten zu finden.

Bei der Lebenshilfe – zunächst nur in der Stadt Salzburg - können Mitarbeiter jetzt eine dreimonatige Auszeit nehmen. Weil durch ein gesetzlich vorgesehenes Sabbatical die Gehaltseinbußen vor allem für Niedrigverdiener zu groß wären, wurde  ein eigenes Modell entwickelt: Die Arbeitnehmer bleiben während der Auszeit angestellt und kehren danach auf ihren Arbeitsplatz in ihrem Team zurück. Die Arbeitszeit wird später eingearbeitet. Der Gehaltsverlust während der drei Monate liegt nur bei rund 5%.

Sobald das Modell in den Regelbetrieb übernommen wird, soll es auch möglich sein, Arbeitszeiten „anzusparen“, um dann – bis zu alle fünf Jahre – geplante Auszeiten zu nehmen.

Vom AMS werden ältere Arbeitslose übermittelt, die bei einem Vorabtermin entscheiden können, ob sie die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen machen wollen. Danach werden sie eingeschult und erhalten für drei Monate einen Praktikumsplatz. Für ältere Arbeitslose musste diese Möglichkeit beim AMS erst geschaffen werden. Die Idee ist, dass möglichst viele danach, z.B. bei der Lebenshilfe, einen Arbeitsplatz finden.

„Wir wollen das Projekt auf das ganze Bundesland ausrollen, wo wir einer der größten Arbeitgeber mit 700 Mitarbeitern sind,“ so Schebeck. Das Projekt wird gemeinsam mit dem AMS nach einer weiteren Phase mit bis zu weiteren 20 Arbeitslosen evaluiert.