Post

Die Post hat Serviceleistungen für ihre Angestellten, wie finanzielle Unterstützung bei Erkrankungen sowie gesundheitliche Präventionsmaßnahmen ausgelagert.

Der Verein Post.sozial bietet neben Beratungsangeboten mit externen Experten, vergünstigten Ferienreisen und Zuschüssen für rezeptpflichtige homöopathische Arzneimittel u.a. auch Burn-Out-Prävention und finanzielle Zuschüsse bei Erkrankungen oder Notsituationen wie Hochwasser. Die Post AG hat damit diese Serviceleistungen für die insgesamt 20.000 Mitarbeiter, darunter 9.000 Zusteller, an den Verein ausgelagert. Der Vorteil sei, dass solche Hilfsangebote somit nicht direkt vom Arbeitgeber kommen, sondern von einem unabhängigen Verein. Dieser wird allerdings vollständig vom Unternehmen finanziert, die Gremien sind paritätisch besetzt. Die Post zahlt insgesamt 1% der Lohnsumme aller Mitarbeiter in Österreich in die Vereinskasse, die zuletzt 6,4 Mio. Euro aufwies.

Ein spezieller Fokus wurde in den letzten Jahren auf das Thema Burn-Out gelegt, vor allem weil diese Überlastungserscheinung „noch nicht so richtig als Krankheit anerkannt sei“, erläutert Edgar Müller, Leitung Personaleinstellung und -vorsorge. Seit 2012 wird im Rahmen der Führungsakademie Prävention und Erkennung unterrichtet. Zusätzlich bietet das Unternehmen auch Seminare für alle Mitarbeiter an. 

Durch die sehr unterschiedliche Personalstruktur der Post sei es schwierig Informationen zu Seminaren, zum Verein und anderen Aktionen an alle Mitarbeiter weiterzuleiten. Die Informationsweiterleitung erfolgt dabei sowohl über die Mitarbeiterzeitung, das Intranet, eine Vereins-Webseite, persönliche E-Mails oder Briefe, sowie das „Schwarze Brett“ und Abteilungsleiter im Falle der Zusteller. Diese Struktur ist auch eine der Herausforderungen im nächsten Projekt des Unternehmens zur betrieblichen Gesundheitsförderung, da die Einführung flächendeckender Angebote schwierig ist und vor allem je nach Arbeitsbereich völlig unterschiedliche Bedürfnisse bestehen.

Eine Mitarbeiterbefragung hat jüngst ergeben, dass der Zuspruch zum Verein Post.sozial und den Leistungsangeboten „hoch“ ist, so Müller.