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Finanzielle Mittel hatten die Betriebsräte im LKH Bregenz kaum zur Verfügung als sie ihre Idee zur Kinderbetreuung für Mitarbeiter umsetzten. 

Das mit Holz als Innenausstattung sanierte alte Schwimmbad ist ein Spielparadies für die drei Gruppen der „Klinikmäuse“ geworden. Finanziert wurde die rund eine Million Euro über den Krankenhausträger, nachdem Thomas Steurer, Betriebsratsvorsitzender im LKH Bregenz, den Landeshauptmann persönlich ins Wort genommen hat.

Bereits seit 2013 können Krankenhausmitarbeiter sowie alle Landesbediensteten ihre Kinder zwischen 0 und 6 Jahren zwischen 6.30 und 19 Uhr in die Kinderbetreuung geben, die der Betriebsrat des LKH in Kooperation mit dem benachbarten Kindergarten des Marianum eingerichtet hat.

Der Betriebsrat, dem auch Patricia Zangerl angehört, verhandelte mit dem Arbeitgeber gute Konditionen: Mitarbeiter zahlen einen Euro pro Stunde (außer im Pflichtkindergartenjahr) und 3,50 Euro für das Mittagessen, den Rest zahlt das LKH. Es gibt einen Geschwisterbonus, wo durch den für das zweite Kind im Kindergarten nur der halbe Beitrag gezahlt wird. Der gleiche Rabatt wird für Mitarbeiter unter 1,700 Euro Bruttoverdienst gewährt. Abgerechnet wird tatsächlich stundenweise, die Kinder erhalten am Monatsende einen Stundenausweis für die Eltern, die Abbuchung erfolgt transparent auf dem Gehaltszettel.

Die ausgedehnten Betreuungszeiten, die auch für die Ferienzeit gelten, sowie das kostengünstige Angebot haben auch bereits eine Ärztin dazu veranlasst, lieber einen Job am LKH Bregenz als an einem anderen Krankenhaus anzunehmen.

Der Kindergarten ist jedoch auch für Externe geöffnet, die einen doppelt so hohen Stundentarif zahlen. Das hat u.a. eine Mutter mit einem an Diabetes erkrankten Kind ausgenützt, das in keiner anderen Betreuungseinrichtung genommen wurde.

Als nächster Schritt soll auf dem Gelände des Marianums, das auch über einen Sportplatz und Wiesenflächen verfügt, eine Betreuungseinrichtung für Schüler bis 16 Jahren geschaffen werden.