exit sozial

Jene Menschen, die täglich anderen in Notsituationen helfen müssen oft erst lernen, dass sie auch selbst Hilfe annehmen dürfen – so auch beim sozialen Dienst Exit

In einem Klima, dass durch Leistungskürzungen und Umstrukturierungen geprägt war, bemerkte man bei exit, dass viele MitarbeiterInnen Themen wie Überlastung und Burnout, über die sie Klienten regelmäßig informieren, bei sich selbst meist ausblenden. Es war ein Tabu-Thema und wir mussten uns überlegen, wie wir dieses Tabu brechen,“ so Evelin Meschnig, von der kaufmännischen Geschäftsführung bei Exit. Im Frühjahr 2011 wurde eine paritätische Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese entwickelte Informationskampagnen, einen übersichtlichen Folder zum Thema, Seminarangebote sowie eine neue Teamstruktur. „Es hat gedauert, aber mittlerweile weiß man, dass man auch einmal sagen kann, wenn man überlastet ist,“ bestätigt eine Mitarbeiterin. Es wurden auch Vertrauenspersonen ernannt.