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Wenatex - Arbeit für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung

Der Schlafsystem-Spezialist Wenatex bietet vier Menschen mit psychischer Beeinträchtigung eine regelmäßige Beschäftigung im Unternehmen.

„Man verdient ein bisserl Geld und fühlt sich geschätzt“, erzählt ein Projekteilnehmer. Seine Kollegin findet es „wirklich super, dass Menschen, die krank sind, eine Arbeit haben“.

Seit 2010 arbeiten vier Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, die in den pro mente Einrichtungen Tauernhof und Südhof wohnen, in der Poststelle des Unternehmens Wenatex.

„Es war uns wichtig, eine ständige Beschäftigung für einige unserer Bewohnerinnen und Bewohner, die dazu bereit sind, zu finden“, erläutert Manuela Altbauer vom Südhof. Tätigkeiten wie Gartenarbeit seien schwierig zu organisieren, weil sie nur unregelmäßig stattfinden können.

Außerdem sei die Tätigkeit bei Wenatex, die z.B. das Einkuvertieren von Briefen oder das Zusammenstellen von Kundenprospekten und Seminarunterlagen umfasst, „stressfrei erledigbar“ und dafür sei keine Schulung notwendig.

Die vier pro mente-Klienten kommen ein Mal pro Woche für ein paar Stunden selbständig in die Firma Wenatex, um dort ihrer Beschäftigung nachzugehen. „Die Betreuung der Klientinnen und Klienten vor Ort erfolgt über ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen oder Praktikanten“, erläutert pro mente. „Sie können sich als Teil der arbeitenden Gesellschaft erleben und fühlen sich somit ‚wertvoll’.

Für Geschäftsführerin Sonja Wenicke ist es beinahe eine Selbstverständlichkeit solche Projekte zu unterstützen und die Integration ins Unternehmen sei auch nicht schwierig gewesen: „Wenn man will geht alles“.

Anfänglich wurden die vier pro mente-Klienten durch Spenden für ihre Arbeit entschädigt, aber nach Problemen in der Finanzierung bot Wenatex an, den vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern je 5 Euro pro Stunde zu zahlen, was über dem spendenfinanzierten Stundensatz lag.

„Durch die regelmäßige Arbeit habe sich ein Mitarbeiter bereits deutlich stabilisiert“, bestätigt Ingrid Schaffer vom Tauernhof. Beide pro mente-Mitarbeiterinnen würden sich eine Ausweitung des Projektes auf andere Firmen wünschen.

Auch die rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wenatex hätten ihre anfängliche Scheu gegenüber den Menschen mit psychischer Beeinträchtigung überwunden, bestätigt Wernicke.

Die Zusammenarbeitet zwischen Wenatex und pro mente besteht schon länger und das Unternehmen hat für sein Engagement auch bereits zwei Mal den „Sozial-Oskar“, respektive den Prometheus (so musste der Preis umbenannt werden) erhalten. Im Zuge dieser Zusammenarbeit wurden z.B. auch Praktikanten, die von pro mente betreut werden, angenommen und teilweise auch fix angestellt.