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Vorarlberger Kinderdorf - Gesundheitsprogramm als Krankheitsprävention

Im Projekt „Voki-Fit“ werden je nach Bedarf und Nachfrage die unterschiedlichsten Sportaktivitäten oder Gesundheitsprogramme angeboten – seit Neuem auch für Familienmitglieder und Freunde.

Der Anlassfall für die Entstehung des Projektes seien „schwere Erkrankungen“ einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2008 im Unternehmen gewesen, erzählt Christine Flatz-Posch, die das Projekt Voki-Fit mitorganisiert. Daraufhin habe das Personalreferat gemeinsam mit dem Betriebsrat das Sportservice Vorarlberg kontaktiert, das vom Land Vorarlberg geführt wird. Damals wurden Bluttests und Gesundheitschecks angeboten, die „regen Anklang fanden“ und von 100 von insgesamt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Anspruch genommen wurde.

Seither hat sich das Kinderdorf selbstständig, ohne Unterstützung durch das Sportservice, dem Projekt angenommen. Bei den regelmäßigen Mitarbeiter-Frühstücks wird der Bedarf erhoben und dann werden die Aktivitäten organisiert, Trainer engagiert oder Ressourcen aus dem eigenen Personal-Pool genutzt.

Die Bandbreite reicht von Qi-Gong, Zumba, Cantenica Beckenbodentraining bis hin zu Golf Schnupperkursen. Darüber hinaus werden Vorträge gehalten, z.B. zu Schwerpunktthemen wie Burn-Out aus denen sich dann eigene selbständige Psychohygiene-Gruppen gebildet haben. Auch das sportmedizinisch betreute Laufen habe sich inzwischen in eigenen Laufgruppen manifestiert.

Die Programme werden vom Kinderdorf Vorarlberg gezahlt mit einem geringen Selbstbehalt, z.B. 45 Euro für 20 Stunden Pilates.

„Es geht nicht nur um körperliche Fitness, sondern um ‚Empowerment’, also darum Impulse zu setzen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gute Work-Life-Balance finden,“ so Flatz-Posch. Die Angebote seien jetzt auch auf Angehörige und Freunde erweitert worden.

Sie berichtet auch, dass sich die Burn-Out-Situation im Unternehmen gebessert habe und vor allem das Bewusstsein für die Prävention geschaffen worden sei. Andere Erfolge habe etwa der Schwerpunkt Metabolic Balance mit Koch- und Ernährungstipps gebracht, durch den ein paar stark übergewichtige Mitarbeiterinnen deutlich abgenommen haben.

„Es hat sich eine Eigendynamik entwickelt und Tipps werden untereinander weitergegeben, oder Übungen gemeinsam durchgeführt,“ erzählt Flatz-Posch. Sie gibt aber auch zu bedenken, dass solche Angebote nicht für jeden geeignet sind, und einige Leute lieber privat sportlichen Aktivitäten nachgehen. Für viele seien die Angebote jedoch eine Möglichkeit in eine Bewegungsart hineinzuschnuppern.

Für die Zukunft ist eine Ausweitung des Projektes geplant. Einerseits hin zu einer verbesserten Servicestelle, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z. B.: Tipps für kostengünstige Freizeitangebote im Bereich Natur/Kultur-Erleben für Familien mit Kindern erhalten. Außerdem soll eine „bessere landesweite Verteilung der Standorte zur Durchführung der Workshops“ gewährleistet werden.