Volkshilfe

Volkshilfe Wien - Fit mach mit als Formel für Arbeitszufriedenheit

Die Volkshilfe Wien muss wie viele Betriebe mit der Alterung ihres Personals umgehen lernen und hat dazu ein umfassendes Gesundheitsförderungsprogramm eingeführt, das auch für die vielen Außendienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter zugänglich ist.

Aus einem Projekt gemeinsam mit dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) im Jahr 2004 ist mittlerweile ein Gesundheitsförderungsprogramm entstanden, das der Volkshilfe Wien das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung eingebracht hat, das auch eine regelmäßige Evaluierung  des Projekts fordert. Gemeinsam mit dem FGÖ wurden zunächst sechs Gesundheitsmoderatorinnen und -moderatorinnen ausgebildet, deren Zahl bald auf neun anwachsen soll. Diese bilden die Schnittstelle zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um zu beraten und das Gesundheitsförderungsprogramm bedarfsorientiert gestalten zu können.

Durch Einbeziehung des Betriebsrates werden in Zusammenarbeit mit dem Sportverein FitVital diverse Kurse angeboten, die von Zumba über Rückentraining bis hin zu Volleyball reichen und ständig evaluiert und an die Nachfrage angepasst werden.

Damit auch die rund 900 Außendienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter, von einem Personalstock von insgesamt knapp unter 1,400, das Angebot nützen können, werden die Kurse an verschiedenen Standorten in ganz Wien angeboten. Informiert wird sowohl bei der Lohnauszahlung, als auch per Flugblatt, e-Mail und teilweise SMS.

Außerdem zahlt das Unternehmen auch ein Kienbacher-Training im Wert von rund 300 Euro für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wie für die meisten Kurse nur einen geringen Selbstbehalt von 30 Euro zahlen müssen. Ein paar Aktivitäten werden auch kostenfrei angeboten. „Solch ein Kienbacher-Training können sich viele von ihrem normalen Gehalt nicht leisten, es ist aber gerade bei unserem Pflegepersonal, wo viele über 45 sind und bereits über Kreuzschmerzen klagen, hilfreich“ erläutert Andreas Eilenstein aus der Marketingabteilung der Volkshilfe Wien.

Weitere Fixpunkte seien mittlerweile auch die Wechseljahre- und die Ernährungsberatung. Außerdem habe sich zum Beispiel schon aus dem Projekt heraus eine regelmäßige Schwimmgruppe, sowie Wandergemeinschaften gebildet.

„Das wichtige Thema ist ‚Wie fühl ich mich am Arbeitsplatz’, denn wir wollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten und dafür bieten wir ihnen Perspektiven,“ erläutert Eilenstein. Dazu gehört auch dass Heimhelferinnen selbst von der Volkshilfe Wien ausgebildet werden und die Möglichkeit erhalten, selbst zur Anlernhilfe weitergeschult zu werden oder teilweise sogar die Zusatzausbildung zur Pflegehilfe angeboten bekommen.