Unito

Unito - Es beginnt mit Sommercamps

Unterstützung bei der Ferienbetreuung für Kinder ist nur ein Schritt der Unito, die Versand und Dienstleistungs-Tochter des Versandhauses Otto, in der Umsetzung ihrer CSR-Politik.

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nur ein Aufgabengebiet von Franziska Jöbstl, die bei Unito als Nachhaltigkeitskoordinatorin angestellt ist. In Workshops mit Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie dem Betriebsrat wurden zu dem Thema Ideen gesammelt.

Dabei wurde zum Beispiel der Wunsch nach mehr Transparenz für die Familie geäußert. Bei sogenannten „Family Days“ können Familienmitglieder von ihren Angehörigen in der Firma besucht werden, damit diese sehen, wo z.B. die Mutter oder der Vater arbeitet. Andererseits wurde aber die Möglichkeit verworfen, das Kind an den Arbeitsplatz mitzunehmen, bestätigt auch die Betriebsrätin, Claudia Bodonji. Auch ein Betriebskindergarten sei diskutiert aber abgelehnt worden, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen viele nicht in Graz selbst wohnen, die Kinder lieber in der Nähe ihres Wohnortes in Betreuung geben.

Kinderbetreuung an sich sei aber ein wichtiges Thema gewesen, vor allem für die Ferienzeit. Diese Idee wurde von der Personalabteilung gemeinsam mit dem Betriebsrat aufgegriffen. Für die Monate Juli und August wurden daraufhin diverse Betreuungsstätten für Kinder zwischen 0 und 15 Jahre in Graz zusammengesucht und eine Kooperation mit sechs Vereinen vereinbart.

Ausgesucht wurden dabei die Vereine mit dem größten und umfassendsten Angebot, u.a. auch nach Empfehlungen von Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern. Daraus wurde ein Folder zusammengestellt, der allen Eltern ausgehändigt wurde. Darüberhinaus wird im Intranet über die Aktion informiert. Das Unternehmen zahlt 15% der Betreuungskosten. 

Das Projekt das 2012 gestartet wurde, soll im kommenden Jahr auch auf andere Standorte ausgeweitet werden, bestätigt die Betriebsrätin. Dann soll es auch möglich sein, dass sich Mütter die Betreuungseinrichtung selbst aussuchen und die Kosten anteilig mit dem Unternehmen rückvergüten können. Bereits jetzt kann eine stundenweise Betreuung ebenfalls gegenverrechnet werden.

Das Unternehmen erhofft sich aus den Projekten und Initiativen eine bessere „Work-Life-Balance“ für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Außerdem werde das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch im Zuge der Nachhaltigkeitsinitiativen des Mutterkonzerns, der ottogroup, „stark forciert und findet so Niederschlag in der generellen strategischen Ausrichtung des gesamten Unternehmens“, bestätigt die Nachhaltigkeitskoordinatorin.

Die Betriebsrätin bestätigt, dass viele Ideen einfach „bedarfsorientiert“ entstehen und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeregt werden können. So zum Beispiel auch ein vom Unternehmen bezahler Kino-Family-Day.

Weitere Projektideen werden u.a. bei Nachhaltigkeitstagen gesammelt und bald soll es ein regelmäßiges Frühstück für karenzierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, um sie über das Intranet hinausgehend auf dem Laufenden zu halten.