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Damit Leben und Arbeit nicht krank machen

Die Arbeitsmediziner und –psychologen der RHI AG bemühen sich um einen ganzheitlichen Ansatz zur besseren Bewältigung der Work-Life-Balance, die in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern individuell ausgestaltet wird.

 

Um dem Anstieg von psychosozialen Erkrankungen entgegenzuwirken hatte die auf Produktion und Vertrieb von feuerfesten Produkten spezialisierte RHI (bis 1998 Radex-Heraklith Industriebeteiligungs AG) vor ca. fünf Jahren beschlossen, gemeinsam mit den hauseigenen Arbeitsmedizinern und –psychologen ein Projekt zur Verbesserung der Work-Life-Balance der Mitarbeiter ins Leben zu rufen. „Über die letzten Jahre haben Untersuchungen in diversen Unternehmen einen Anstieg solcher Erkrankungen festgestellt und RHI hat das erkannt“, erläutert Michaela Seelig aus der Kommunikationsabteilung der RHI.

Als Grundlage wurde der IMPULS-Fragebogen genutzt (wie auch beim Projekt der Bäckerei Anker, siehe dort), der 2006 von rund der Hälfte der ca. 1.600 an den Österreich-Standorten der RHI Mitarbeiter ausgefüllt wurde. Dabei werden Themen wie Handlungsspielraum, passende Arbeitsabläufe, soziale Rückendeckung, Zusammenarbeit, inhaltliche Arbeitsanforderungen, Information und Mitsprache oder Entwicklungsmöglichkeiten abgefragt.

In Einzelgesprächen mit einigen Mitarbeitern wurden Themen aus dem beruflichen und privaten Umfeld vertraulich mit der Arbeitspsychologin und externen Beratern besprochen. Außerdem wurde per Biofeedback der Stresslevel der Mitarbeiter getestet. In internen Workshops, denen auch externe Berater beiwohnten, wurden Maßnahmenkataloge erstellt.

Als größte Problemfelder hatten sich Information und Mitsprache sowie Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen herauskristallisiert. Zu den gesetzten Maßnahmen gehörte eine Änderung der Schichteinteilung in manchen Werken, wo diese bisher nicht optimal erfolgt war. „Diese Änderungen wurden in Rücksprache mit den Mitarbeitern vorgenommen“, bestätigt Seelig. Auch ganze Abteilungen wurden umstrukturiert.

An anderen Standorten sei den Mitarbeitern bereits damit geholfen gewesen, dass mehr Ordnung in die Arbeitsmaterialien und Werkzeuge gebracht wurde, um diese leichter auffindbar zu machen. Weitere gesetzte Maßnahmen sind u.a. Führungskräfteentwicklung, Stärkung persönlicher, sozialer Kompetenzen, Teamtrainings, Bewusstseinsbildung zu Gesundheitsthemen, Burn-Out Prophylaxe, gesunde Ernährung und Ergonomie.

Als die Umfrage 2009 an einem Standort wiederholt wurde konnten „bereits signifikante Verbesserungen festgestellt werden“, so Seelig. Ähnliche Befragungen sollen alle zwei bis drei Jahre erfolgen. Zur weiteren Verbesserung der Work-Life-Balance bietet die RHI ihren Mitarbeitern diverse sportlich Aktivitäten und Gesundheitschecks an. Externen Berater stehen allen Mitarbeitern kostenfrei für Gespräche zu beruflichen und privaten Themen zur Verfügung.

Das Work-Life-Balance-Projekt ist in der Health & Safety-Abteilung der RHI, also auf oberster Management-Stufe angesiedelt und die Geschäftsleitung bekennt sich zu dem Thema, bestätigt Seelig. Es sei auch im Unternehmensleitbild verankert. Den ersten Anstoß hatte damals die Betriebspsychologin gegeben, woraufhin Geschäftsführung und Betriebsrat eingebunden wurden.

 AnsprechpartnerInnen:
Mag.a Michaela Seelig
0502 136 053