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Fünf Schritte zum Wohlbefinden

Das Rote Kreuz Oberösterreich bietet seinen Mitarbeitern in den Bereichen Bewegung/Sport, Ernährung, Kurzzeitentspannungstechniken, Coaching und Burnout-Prävention Seminare und Einführungskurse an.

 

Mit den „Fünf Säulen zum Wohlfühlen“ will das Rote Kreuz seine Mitarbeiter, und auch die Freiwilligen und die Zivildiener, unterstützen. In Gesprächen haben man festgestellt, dass etwa Pflegepersonal und Krankenschwestern großen Belastungen ausgesetzt sind oder dass die Rettungsfahrer sich oft schlecht, weil nur von „der Wurstsemmel zwischendurch“, ernähren.

Daraufhin hat die oberösterreichische Landesstelle des Roten Kreuz fünf Bereiche ausgewählt, in denen vom Unternehmen organisierte und finanziell unterstützte Angebote gemacht werden: Bereichen Bewegung/Sport, Ernährung, Kurzzeitentspannungstechniken, Coaching und Burnout-Prävention, erläutert Projektleiter und Betriebsrats-Stellvertreter Ernst Brandstetter.

So wurde in Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten Fitness-Trainer, der selbst Mitarbeiter des Roten Kreuzes ist, die Möglichkeit geschaffen, sich individuell einen Fitness- und Trainingsplan erstellen zu lassen. An einigen der 86 Dienststellen wurden darüber hinaus Vergünstigungen mit Fitnesszentren abgeschlossen.

Ein ähnliches Angebot gibt es im Bereich Ernährung wo gemeinsam mit Diätologen in oberösterreichischen Krankenhäusern ein Ernährungsplan individuell erstellt werden kann. Außerdem werden die Mitarbeiter auf Essensmöglichkeiten in Krankenhäusern hingewiesen und die hauseigene kleine Kantine bietet auch immer ein fleischloses Gericht und eine Salatbar.

Bei der Burnout-Prävention wird ein Einzelgespräch mit externen Beratern vermittelt und im Bereich Coaching könnten sich die Mitarbeiter mit einem ausgebildeten Coach, der ebenfalls selbst beim Roten Kreuz tätig ist, über verschiedene Probleme beraten lassen. „Aber das hat noch niemand in Anspruch nehmen müssen,“ so Brandstetter.

Im Bereich Entspannungstechniken wird zum Beispiel ein Qi Gong-Seminar über zwei Tage angeboten. Das Angebot läuft parallel zu Sonderaktionen wie Massagen oder Nicht-Raucherseminaren oder Kursen zu richtigen Hebetechniken.

Insgesamt haben seit März 2010 rund ein Drittel der 16.000 freiwilligen und 1.600 beruflichen Mitarbeiter das Angebot angenommen – davon rund 160 berufliche. Das Projekt wurde per Brief an alle Mitarbeiter sowie durch Plakate und bei den Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter immer wieder beworben.

Jeder Mitarbeiter kann einmal pro Jahr eine Säule der Angebotspalette nutzen. Die Kosten der Kurse und Beratungsgespräche trägt bei beruflichen Mitarbeitern zu je einem Viertel der Betriebsrat, der Dienstgeber, der Dienstnehmer und der Kursanbieter. Die Freiwilligen tragen den Anteil des Betriebsrates selbst. So kostet etwa eine Beratungseinheit über Fitness oder Ernährung €100 wobei davon berufliche Mitarbeiter €25 selbst tragen und freiwillige €50.

Das Rote Kreuz sieht diesen Selbstkostenbeitrag auch deshalb als wichtig an, um die Verbindlichkeit und Wertschätzung der Maßnahmen zu betonen. Außerdem sei es ihnen als Unternehmen, dass auf Spenden angewiesen ist auch nicht möglich mehr Geld in solche Projekte zu investieren. Deshalb finden die Seminare und Kurse auch außerhalb der Dienstzeit statt. So könne auch gewährleistet werden, dass die Maßnahmen nicht nur dann gesetzt werden, wenn gerade Geld vorhanden ist, betont Christoph Patzalt, Mitglied der Geschäftsleitung.

 AnsprechpartnerInnen:
Erich Brandstetter
0732 7644 552