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technosert electronic GmbH – Qualifikationsraster in Verbindung mit einheitlichem Gehaltssystem zur gleichberechtigten Entlohnung von Frauen

Gehaltsschemen mit System

Strukturierte Vorgaben über Qualifikationen für jede Abteilung im Betrieb helfen, Karrieren besser planbar zu machen, Kompetenzen eindeutig zu regeln und die gerechte Entlohnung von Frauen und Männern sicherzustellen.

Die technosert electronic GmbH hat alle Tätigkeiten pro Abteilung aufgerastert und die jeweils notwendigen Qualifikationen katalogisiert. Dieses Informationsraster über Gehaltsbänder und Qualifikationsvoraussetzungen soll es Mitarbeitern ermöglichen, ihre Karriere leichter zu planen. Außerdem stelle ein solches Raster, das in gemeinsamer Arbeit mit dem Betriebsrat entstanden ist, eine gerechte Entlohnung sicher, sagt Johannes Gschwandtner, der den Technologiebetrieb vor mehr als 20 Jahren gegründet hat und ihm noch immer vorsteht.

Dass durch eine solche Systematisierung der Tätigkeiten auch gewährleistet werden soll, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit gleich entlohnt werden ist für Gschwandtner nur ein Nebenaspekt, denn „dass sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein“. Nach Einführung des Rasters im Jahr 2005, dessen Erstellung 2003/04 begonnen hatte, seien übrigens nur wenige Anpassungen bei den Gehältern notwendig gewesen.

Die Systematisierung der Aufgabenbereiche und der Entlohnung ist Teil einer Betriebsvereinbarung in dem Betrieb mit etwa 90 Angestellten und bietet laut Gschwandtner neben Transparenz auch Rechtssicherheit. Darüber hinaus sei die Effizienz gesteigert worden, weil die Aufgaben klar definiert sind und auch ein Wechsel in eine neue Abteilung leichter vonstatten gehen kann.

Die für einen Karriereschritt notwendigen Qualifikationen können in vom Unternehmen gezahlten Schulungen erworben werden, je nach Bedarfssituation im Betrieb. Ein eigenes Ausbildungsprogramm hat Gschwandtner auch vor allem für Frauen in der Region Linz (in Zusammenarbeit mit dem AMS) geschaffen. Denn gerade bei Frauen nach der Karenz sieht der technosert-Chef einen zu wenig genutzten Arbeitskräftepool. Der Embedded Electronics Dienstleistungsbetrieb hat aus Mangel an Fachkräften eine Ausbildungsmöglichkeit geschaffen, die pro Zyklus etwa €70.000 Euro kostet und vom Unternehmen finanziert wird. Aber für Gschwandtner ist das „eine Investition in die Zukunft“, denn ähnlich wie man in die Anschaffung einer Maschine vorab viel Geld investiere müsse man auch Geld in Mitarbeiter investieren. „Hier müssen Unternehmen umdenken und die Ausbildung nicht allein dem Staat überlassen,“ so Gschwandtner.

Die Auszubildenden sind bei vollem Gehalt angestellt, betont Gschwandtner, der gerne von seinen Mitarbeitern als „Mitunternehmer“ spricht, denn durch die Transparenz in den Kompetenzen, flexible Arbeitszeiten und einer offenen Informationspolitik im Unternehmen über die Auftragslage und andere Rahmenbedingungen sei jeder einzelne stark eingebunden.

So sei es auch möglich gewesen, dass während der Wirtschaftskrise, wo das Unternehmen die Ausbildungseinheiten ausfallen ließ, durch freiwillige Arbeitszeitreduktionen ein Mitarbeiterabbau verhindert werden konnte, bestätigt der Betriebsrat. Jetzt nimmt das Unternehmen wieder Leute auf.

Durch die Ausbildungskampagne und die Flexibilität bei den Arbeitszeiten konnte der HighTech-Betrieb seine Frauenquote auf 40% anheben, viele davon Mütter, die Teilzeit arbeiten.

 AnsprechpartnerInnen:
Johannes Gschwandtner (Geschäftsführer)
07236 20900-0