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Swarovski Optik - OptikS Wichtelwald ist viel mehr als ein Betriebskindergarten

 

 


Auf Initiative von Carina Schiestl-Swarovski, der Vorstandsvorsitzenden von Swarovski Optik, wurde im Jahr 2008 im tiroler Absam ein Projekt realisiert, das in vieler Hinsicht bemerkenswert ist.

Man könnte meinen mit OptikS Wichtelwald handelt es sich nur um einen Betriebskindergarten, wobei bereits dies in Tirol bemerkenswert wäre. Gab es doch vor dieser Initiative nur zwei Betriebskindergärten im Bundesland. Dank diesem Beispiel und auch dank der Weitergabe von Wichtelwald-Know How ist die Zahl zwischenzeitlich auf fünf angewachsen. Und wenn es nach Eva-Maria Virgolini, der Leiterin von OptikS Wichtelwald geht, würde sie am liebsten die guten Erfahrungen in einer Art von sozialem Franchise-System weitergeben.

Die Kinderkrippe steht bereits den Einjährigen immerhin bis 14 Uhr zur Verfügung. Die gesunde Vollwertküche wird nur durch Geburtstagswünsche der Kinder nach Schnitzel und Pommes Frites unterbrochen und ist in den Monatsbeiträgen, die zwischen EUR 59 und EUR 155 liegen, inkludiert. Die gestaffelten Preise – Kinder in der Kinderkrippe haben den höchsten Betreuungsaufwand uns sind daher am teuersten – sind einkommensunabhängig.

Die Beiträge decken aber nur etwa rund 20 % der laufenden Kosten, 30% kommen aus Förderungen des Landes und der Gemeinde Absam und den Rest, das waren 2009 immerhin EUR 120.000 schießt das Unternehmen zu.

Die vier Vollzeitbetreuerinnen, eine Teilzeitbetreuerin und Aushilfskräfte kümmern sich derzeit um 41 Kinder. „Mehr geht leider nicht“, sagt Frau Virgolini, die für das nächste Jahr schon mehr Anmeldungen als Plätze hat. Über einen Schülerhort wird bereits nachgedacht.

Besonders stolz sind die Wichtel auf ihren eigenen Wald, der hinter dem Firmengebäude liegt und der oft besucht wird. Das pädagogische Konzept ist auf Wald- und Natur aufgebaut. Lernprozesse finden nach Möglichkeit in der Lebensumwelt der Kinder und in natürlichen Zusammenhängen statt. Beeindruckend ist auch die Ausstattung und Größe der neu errichteten Räumlichkeiten mit rund 400m2 Innenfläche, Gartenfläche um das Gebäude, eigenem Wald und einer Dachterrasse mit 320m2, von der man über das Inntal bis auf den Alpenhauptkamm sehen kann.

Neben den Kindern geht es bei Kids Go Company aber vor allem auch um die Eltern und insbesondere um die Mütter. Flexible Halbtagsmodelle ab 6:45 Uhr, für Kindergartenkinder bis 17 Uhr werden ganzjährig und abgestimmt auf die Produktion im Werk angeboten. Die positiven Auswirkungen auf das Berufsleben und den Arbeitsalltag der Eltern ist sichtbar und im persönlichen Gespräch erfahrbar, wenn auch noch keine quantitativen Daten vorliegen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird auch durch die Möglichkeit, das frisch gekochte Essen mitzunehmen, gefördert.

Anfängliche Skepsis hinsichtlich der Vermischung Beruf und Privat ist längst der Freude über den fairen und vorbildlichen Umgang des Unternehmens mit den Wichtelwald-MitarbeiterInnen gewichen.