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Privatklinik Goldenes Kreuz - Fair-Play am Arbeitsplatz



Die Privatklinik Goldenes Kreuz hat sich jetzt auch verbindlich verpflichtet, gegen Mobbing und Gewalt im Unternehmen vorzugehen.

Im Konkurrenzkampf mit anderen Privatspitälern sah sich das Goldene Kreuz durch seinen Standort in einem alten Gebäude in Wien 8, baulich benachteiligt weshalb die Ausbildung – sowohl fachlich als auch auf persönlichkeitsbildender Ebene – des Personals zu einem wichtigen „Asset“ wurde, berichtet Direktorin Cornelia Böhm.

„Sensibilisierung gegen Diskriminierung sollte selbstverständlich sein“, so Böhm, „aber bei 243 MitarbeiterInnen aus verschiedenen sozialen Schichten müssen solche Dinge immer wieder in Erinnerung gerufen werden.“

Aus steuerlichen Gründen hat die Privatklinik praktisch keine Dienste ausgelagert, weshalb sowohl Köche, Haustechniker und Putzpersonal zur Belegschaft des Goldenen Kreuzes zählen wie auch Krankenschwestern, Pfleger und Oberärzte.

Im vergangenen Jahr hat sich das Unternehmen entschlossen, Maßnahmen in Sachen anti-Mobbing und anti-Diskriminierung, die ohnehin durchgeführt wurden, in einer Betriebsvereinbarung festzuhalten.

„Durch diese bekommen die MitarbeiterInnen Rechtssicherheit, die im Notfall auch einklagbar ist“, bestätigt Betriebsrätin Andrea Strobl. Die Betriebsvereinbarung wurde für MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund auch übersetzt.

Im vergangenen Jahr wurden bereits – während der Arbeitszeit – Schulungen für die Führungskräfte in Sachen Mobbing, Diskriminierung jeglicher Art und sexuelle Belästigung abgehalten. Ein ähnliches Angebot wird heuer auch auf alle anderen Mitarbeiter ausgeweitet.

Außerdem sieht die Betriebsvereinbarung die Schaffung einer betrieblichen Beratungsstelle vor, die paritätisch besetzt ist. Bei dieser können sich MitarbeiterInnen beschweren, auch in Fällen, wenn etwa Patienten sie tätlich angreifen oder Ärzte, die nur vorübergehend im Haus tätig sind, sich diskriminierend äußern. Die Beratungsstelle wird gerade konstituiert.

Durch die Betriebsvereinbarung haben die MitarbeiterInnen auch die Sicherheit, dass solche Beschwerden nicht zur Kündigung führen können.

Die Ausbildungsseminare, sowie die Kosten der Beratungsstelle trägt die Privatklinik – diese Finanzierung ist ebenfalls in der Betriebsvereinbarung festgehalten. Der vom Unternehmen – vor allem aus dem Verkauf alter Geräte – dotierte und aus Spenden gespeiste Sozialfonds wird damit nicht belastet.

Andere soziale Maßnahmen beinhalten ein kostenloses MitarbeiterInnen-Frühstück im Spital, sowie finanzielle Unterstützung von gesundheitsfördernden Maßnahmen, wie etwa der Mitgliedschaft in einem Fitness-Zentrum.