MAGNA Powertrain

Magna Powertrain - Magna Powertrain setzt seit kurzem auf die Mischung „Betriebstagesmutter im Pflegeheim“.

Familie und Arbeit unter einen Hut bringen – das ist für viele Mütter beim Wiedereinstieg nach der Karenz eine große Herausforderung. So auch beim steirischen Industriebetrieb Magna Powertrain. Kein Wunder also, dass beim „Meinungsspiegel“, einem anonymen Mitarbeiter-Befragungs-Tool des Unternehmens, der Wunsch nach einer Kinderbetreuungsstätte auftauchte. Soweit, so gängig. Interessant ist allerdings die Umsetzung des Projekts.MAGNA Powertrain Zunächst setzte man nicht auf einen Betriebskindergarten, sondern auf die relativ neue Möglichkeit einer Betriebstagesmutter. Nur wo sollte diese Platz finden? Nach einigem Nachdenken war eine Lösung gefunden: Im nahen Pflegeheim war das Dachgeschoß noch unbewohnt. „Doch dann wieherte der Amtsschimmel“, meint HR-Verantwortlicher Hansjörg Tutner: Denn plötzlich wurden gesetzliche Bewilligungen zum Problem. In dieser kritischen Phase sprang der Betriebsrat ein und intervenierte bei den entsprechenden Stellen. Als Draufgabe spendierte er auch noch den Spielplatz.

Heute, einige Monate später, ist der Betrieb in vollem Gang. Vier Mütter lassen ihre Kinder von der Tagesmutter – teilweise finanziell unterstützt von Magna – betreuen, gerade wird die Ausweitung des Projekts auf eine zweite Tagesmutter überlegt.

Bereicherung für alle

Die Besonderheit, der generationenübergreifende Ansatz, wird von allen Seiten als besonders bereichernd erlebt. Immer wieder, vor allem bei Festen und (Geburtstags-) Feiern haben die Kinder ganz gewollte Berührungspunkte mit den alten Menschen.

Und das Schöne: Sie gehen ohne Ängste oder Vorurteile einfach auf sie zu – was wiederum die Senioren aufblühen lässt. Schade an dem Projekt ist nur, dass es sich um eine lokale Initiative des Standortes Lannach von Magna Powertrain handelt – so gute Ideen werden gerne auch strukturell und übergreifend gesehen!