BVA

BVA - Seminare, Bewegung und die richtige Ernährung sollen BVA-Mitarbeiter zu beruflichen Höhenflügen verhelfen.

Hier geht es sicherlich auch um die Symbolik: „Die Chefs schauen auf mich. Denen ist meine Gesundheit wichtig.“ Genau dieses Gefühl soll bei Mitarbeitern der BVA (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter) entstehen, erklärt die Zentralbetriebsrätin Maria Hoffelner gegenüber den Juroren von fair-finance.

BVANeben der Symbolik geht es beim BVA-Projekt „Gesunde Mitarbeiter(innen)“ aber auch um ganz konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des körperlichen Zustandes der Arbeitnehmer. Gesundheitsberatung und Gesundenuntersuchungen durch den Betriebsrat, Ernährungsberatung, Bewegungsprogramme wie Yoga, Pilates oder Qi Gong und schließlich Gratis-Obst.

Doch nicht nur der physische, auch der psychische Zustand der BVA-Mitarbeiter soll durch dieses Projekt upgegraded werden. In der Sprechstunde des Betriebspsychologen können sich die Angestellten anonym zu speziellen Themen wie „Mobbing“ oder „Stress im Beruf“ informieren lassen.

Von messbaren Erfolgen kann die Betriebsrätin nach den ersten Befragungen einiger Teilnehmer bereits berichten: „Viele Mitarbeiter haben Gewicht abgenommen, einige klinische Befunde haben sich klar verbessert.“

Die Verantwortung dafür, an dieser Gesundheitsförderung auch wirklich zu profitieren, liegt aber nicht bei der Geschäftsführung – sondern bei den Mitarbeitern selbst.

Freiwillige Teilnahme

Deshalb ist die Teilnahme an sämtlichen dieser Offerte freiwillig. Wenn jemand an Qi Gong teilnehmen möchte, dann darf er das – der Arbeitgeber zahlt. Ebenso darf sich jeder von der Obstschüssel nehmen oder die Ernährungsberaterin aufsuchen. „So entsteht auch eine Form des Wettbewerbs um die Gesundheit“, berichtet Hoffelner. Die Mitarbeiter hören von den anderen Gesundheitsprogrammen und kommen so auch auf neue Ideen. Welche Ideen genau verwirklicht werden, entscheidet ein eigens ins Leben gerufener Gesundheitsausschuss, der zwei bis drei Mal jährlich tagt. Das Budget dieses Projektes ist auf 100.000 Euro pro Jahr beschränkt. Bei einer Mitarbeiterzahl von 1700 macht das einen finanzierbaren Betrag von durchschnittlich knapp 60 Euro pro Kopf. Das langfristige Ziel lautet, durch die Verbesserung der körperlichen und psychischen Gesundheit auch die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Wenn so auch die Arbeitseffizienz steigt und die Krankenstände sinken, werden sich die Investitionen in dieses Projekt rasch amortisieren. Generaldirektor Gerhard Pressl hat bereits grünes Licht gegeben, das Projekt zu verlängern.