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ERSTE Stiftung - Die Zweite Sparkasse ermöglicht Menschen, die für andere Banken als Kunden uninteressant sind, den Zugang zu einfachen Finanzdienstleitungen.

Schon einmal überlegt, was es heißt, kein Konto zu haben? Geldanweisungen per Post machen zu müssen? Die Kunden der Zweiten Sparkasse wissen das besser als ihnen lieb ist. Die Zweite Sparkasse ist ein Projekt, das im Jahr 2006 von der Erste Bank aus dem ursprünglichen Wohlfahrtsgedanken der „ersten Oesterreichischen Spar-Casse“ entwickelt wurde. Sie ermöglicht Menschen, die in eine schwierige finanzielle Situation geraten sind und bei keiner anderen Bank mehr ein Konto erhalten, Hilfe zur Selbsthilfe. Mit einem Haben-Konto, für das keine Spesen zu zahlen sind, können sie wieder Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen.

ERSTE Stiftung

Die ursprüngliche Idee stammt direkt von Erste Bank-Direktor Andreas Treichl und seinen Beratern. Prinzipiell ist die Zweite Sparkasse ein Verein. Die Erste Bank übernimmt allerdings die Haftung sowie bestimmte Dienstleistungen wie EDV, Marketing und PR etc.. Außerdem stellt sie über die Erste Bank Stiftung die finanziellen Mittel – allein für die Gründung waren 5 Mio. Euro notwendig – zur Verfügung. Von Arbeitnehmerseite kommt das ehrenamtliche Engagement: 400 aktive und pensionierte Mitarbeiter der Erste Bank betreuen die 3.500 Kunden der Zweiten Sparkasse. Es gibt keine fixen Bankzeiten, aber die Berater sind für ihre Kunden immer über Handy erreichbar. Ein Service, der von den Betroffenen sehr geschätzt wird. Wie überhaupt das gesamte Projekt: „Hier wirst du plötzlich wieder wie ein Mensch behandelt“, erzählt eine alleinerziehende Mutter.

Endziel Reintegration

Ziel war von Anfang an, Menschen ohne Konto eine dauerhafte Lösung zu bieten. Deswegen ist der Plan, die Kunden nach einer gewissen Zeit wieder ins „normale“ Finanzwesen zu integrieren, d.h. sie so zu stabilisieren, dass sie auch wieder bei einer anderen Bank ein Konto erhalten. Ob sich das als machbar erweisen wird, wird sich zeigen. Durch das Projekt wird auch wieder das „Grundrecht auf ein Konto“, das in einigen europäischen Ländern existiert, thematisiert. Damit sich bald wieder alle als Menschen fühlen können